Grundgedanke

Einander helfen. Einander stärken.

Sich Hilfe zu holen wird in unserer Gesellschaft immer weniger gemacht: aus Scham, aus xxx oder einfach aus mangelnder sozialen Kontakte. Wir wollen zeigen: wer einander hilft und Hilfe holt, ist immer der stärkere!

Allein ist man schneller unbeweglich, gemeinsam kommt man weiter. (afrikanischen Sprichwort)

Mit der Nachbarschaftshilfe Meiningen e.V. möchten wir eine Gemeinschaft in und um Meiningen bilden, die Menschen in ihrem Alltag unterstützt, unabhängig vom Alter, Herkunft oder Lebenssituation.

Wir sind einerseits eine Art Hausmeister-Schwarm und erledigen gerne die Aufgaben, die ihr euch (noch) nicht zutraut, oder die euch gerade überweltigen: die Türklinke wieder fest schrauben, der Wäscheberg bügeln, die Obstbäume pflegen, der Schnee schipen, der neuen Schrank aufbauen, das schwere Gemälde an der Wand hängen, der Einkauf erledigen, 

Wir sind keine Hausmeister-Dienstleiter. Wir helfen punktuell, wenn es an einem Punkt gerade brennt, bis ihr wieder selbstständig auf die Beine findet.

Für Menschen mit Pflegegrade helfen wir wiederum regelmäßig, mit der Möglichkeit, unsere Angebote bei der Krankenkasse annerkennen zu lassen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Auf der anderen Seite spielt der Sozialaspekt eine wesentliche Rolle. Sozialisolierten Menschen finden bei uns ein offenes Ohr und eine Gemeinschaft, in denen sie sich sicher fühlen können.

Ein Ziel ist dabei, die Menschen gleichzeitig zu befähigen (so lange es körperlich möglich ist), sich neue Fähigkeiten und Stärken anzueignen. Wir wollen Selbstwirksamkeit fördern.

 

Allein ist man schneller, gemeinsam kommt man weiter. (afrikanischen Sprichwort)

Je größer die Gemeinschaft, desto breiter die Hilfeangebote. Bring dich ein!

Jeder Mensch hat gewisse Talente oder Vorlieben: Text von Doreen (Du liebst es, zu Bügeln)

 

 

Das Projekt soll dem Menschen dienen und auf seine Not, Bedürftigkeit und unzureichende Erfüllung seiner Grundbedürfnisse reagieren. Der Mensch soll in Würde, Eigenverantwortung und Selbständigkeit leben können, Geborgenheit erfahren und in menschlicher Gemeinschaft existieren können. Die Situation der Menschen in der Region Meiningen mit seinen Städten und Dörfern in Grabfeld, Rhön, Werratal und Thüringer Wald ist geprägt durch den zunehmend höher werdenden Altersdurchschnitt der Menschen in der Region. Dieser demografische Wandel hat Rahmenbedingungen, die von erheblicher Bedeutung für die Menschen in der Region sind:

  • Junge Menschen ziehen weg in die Großstädte,
  • ältere Menschen bleiben zurück, z.T. getrennt von ihren Familien lebend,
  • es finden sich weniger Einkaufsgelegenheiten in der Region,
  • die Zahl der Arztpraxen auf dem Land geht zurück,
  • die Hilfsangebote in den Orten werden weniger.

Die Studie „Die Zukunft der Dörfer im Landkreis Schmalkalden-Meiningen" (2012) beschreibt eindrucksvoll die Risiken, die einer ganzen Reihe von Dörfern blühen. Die Bewertung der Dörfer auf ihre Zukunftsfähigkeit hin geschah dabei nach den Kriterien Größe des Dorfes, Altersstruktur, Entwicklung der Einwohnerzahl, bürgerschaftliches Engagement/Vereine, offensichtlicher Leerstand und Fahrzeit zum nächst höheren Versorgungszentrum.
 

Das Konzept „Menschen helfen" soll dazu beitragen diese Situation zu verbessern.

Ansprechpartner stehen bereit, bedürftigen Menschen zu günstigen Bedingungen zu helfen.

Dieser Ansatz dient auch dazu, den demografischen Bedingungen zu begegnen und die Orte lebenswert zu erhalten. Wer Hilfe erhält, kann länger und besser an seinem bisherigen Wohnort leben. Die Kultur der Orte wird gestärkt, die ländliche Struktur in der Region wird erhalten.

Das Leben im Alter/mit dem Alter wird (etwas) leichter.

Projekte dieser Art sind gesellschaftlich sinnvoll und politisch gewollt. Das Seniorenpolitische Konzept des Freistaates Thüringen und das Corporate-Citizenship-Programm „Bürger unternehmen Zukunft" des Generali Zukunftsfonds zeigen eindrucksvoll die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements für die Entwicklung unserer Gesellschaft.
 

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